DATEV Mittelstandsindex - 02/26

02/26

Der DATEV Mittelstandsindex wird verfeinert

Die verfeinerte Methodik mit Medianwerten und Stundenlöhnen sorgt für präzisere Ergebnisse vor allem bei Kleinst- und kleinen Unternehmen. Erfahren Sie mehr in unseren FAQ und in unserem Methodenbericht.

Keine Erholung zum Jahresauftakt in Sicht

Der DATEV Mittelstandsindex Umsatz liegt im Januar saison- und kalenderbereinigt bei 97,2 Punkten. Damit steigt der Index gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich saison- und kalenderbereinigt ein leichter Rückgang von 0,7 Prozent. Der Jahresauftakt fällt somit verhalten aus. Während im Gastgewerbe die Umsatzentwicklung stagniert, verzeichnet insbesondere das Verarbeitende Gewerbe einen deutlichen Rückgang von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung sind nicht zu erkennen.

Der Lohnindex steigt im Januar saison- und kalenderbereinigt auf 121,4 Punkte. Gegenüber dem Vormonat ergibt sich ein Zuwachs von 0,6 Prozent. Im Vorjahresvergleich liegen die Löhne und Gehälter saison- und kalenderbereinigt um 3,9 Prozent höher. Besonders deutlich fallen die Anstiege in den personalintensiven Branchen (Gastgewerbe, Handel sowie Sonstige Dienstleistungen) aus - nicht zuletzt aufgrund der Mindestlohnerhöhung. Damit bleibt die Lohnentwicklung stabil und die Anstiege der vergangenen Monate setzen sich fort.

Der Beschäftigungsindex liegt im Januar saison- und kalenderbereinigt bei 100,9 Punkten. Gegenüber dem Vormonat zeigt sich nahezu keine Veränderung. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich saison- und kalenderbereinigt ein leichter Rückgang von 0,8 Prozent. Insgesamt bewegt sich die Beschäftigung damit nahe dem Vorjahresniveau.

Der Mittelstand startet verhalten ins Jahr: Die Umsätze sind weiterhin rückläufig und auch die Beschäftigung geht weiter zurück. Entgegen mancher optimistischen Verlautbarungen gibt es derzeit keine belastbaren Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung.

Prof. Dr. Robert Mayr - CEO DATEV
Prof. Dr. Robert Mayr
CEO DATEV eG

Mittelstandsindex Umsatz

Umsatzentwicklung leicht unter Vorjahresniveau

Der unbereinigte Umsatzindex* liegt im Januar bei 80,9 Punkten. Saison- und kalenderbereinigt steigt der Index gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent.

Im Vorjahresvergleich geht der Umsatz sowohl unbereinigt als auch saison- und kalenderbereinigt leicht zurück. Unbereinigt beträgt der Rückgang 0,6 Prozent, saison- und kalenderbereinigt 0,7 Prozent.

Neue Methodik: Durch den Median und zusätzliche Differenzierung nach EU-Größenklassen fußt die Hochrechnung des laufenden Monats auf noch robusterer Basis.

Detailbetrachtung Umsatz

Umsatz nach Branchen

Umsatzentwicklung im Gastgewerbe stagniert

Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich stagniert der Umsatz im Gastgewerbe. Dem gegenüber verzeichnen der Handel und das Verarbeitende Gewerbe nach positiven Entwicklungen im Vormonat wieder einen deutlichen Umsatzrückgang. Das Baugewerbe verharrt nach wie vor auf einer negativen Umsatzentwicklung.

Umsatz nach Bundesländern

Januardaten werden nicht ausgewiesen

Im Zuge der Datenaufbereitung kommt es bei der Saison- und Kalenderbereinigung zu technischen Problemen. Daher werden für den Januar 2026 aktuell keine Umsatzzahlen auf Bundeslandebene ausgewiesen. 

Umsatz nach Unternehmensgrößen

Stärkster Rückgang bei Kleinstunternehmen

Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich geht der Umsatz bei Kleinstunternehmen um 2,7 Prozent zurück; bei kleinen Unternehmen um 1,2 Prozent. Mittlere Unternehmen legen dagegen um 0,9 Prozent zu.

Mittelstandsindex Lohn

Löhne und Gehälter weiter im Aufwärtstrend

Der unbereinigte Lohnindex liegt im Januar bei 119,2 Punkten. Saison- und kalenderbereinigt steigt der Index gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent.

Im Vorjahresvergleich nehmen die Löhne und Gehälter sowohl unbereinigt als auch saison- und kalenderbereinigt um 3,9 Prozent zu.

Neue Methodik: Statt durchschnittlicher Bruttolöhne werden mittlere Stundenlöhne inklusive Sonderzahlungen verwendet. Dadurch werden Vollzeit-, Teilzeit-, als auch Minijobmodelle berücksichtigt.

Detailbetrachtung Lohn

Lohn nach Branchen

Gastgewerbe mit kräftigem Zuwachs

Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich steigen die Löhne und Gehälter in allen Branchen. Der Anstieg ist besonders deutlich in der Gastronomie mit 6,1 Prozent zu beobachten, nicht zuletzt aufgrund der Erhöhung des Mindestlohns. Auch die sonstigen Dienstleistungen verzeichnen einen deutlichen Anstieg von 5,8 Prozent.

Lohn nach Bundesländern

Lohnzuwächse in allen Bundesländern

In sämtlichen Bundesländern steigen die Löhne und Gehälter saison- und kalenderbereinigt im Vergleich zum Vorjahr. Zwischen den Ländern zeigen sich nur moderate Unterschiede.

Lohn nach Unternehmensgrößen

Mittlere Unternehmen mit höchsten Zuwächsen

Alle Unternehmensgrößen verzeichnen steigende Löhne gegenüber dem Vorjahr. Die höchsten Zuwächse entfallen auf die mittleren Unternehmen mit 5,5 Prozent.

Mittelstandsindex Beschäftigung

Beschäftigung rückläufig

Der unbereinigte Beschäftigungsindex liegt im Januar bei 100,4 Punkten. Saison- und kalenderbereinigt beträgt der Index 100,9 Punkte und zeigt gegenüber dem Vormonat nahezu keine Veränderung.

Im Vorjahresvergleich geht die Beschäftigung sowohl unbereinigt als auch saison- und kalenderbereinigt leicht zurück. Unbereinigt ergibt sich ein Rückgang von 1,0 Prozent, saison- und kalenderbereinigt von 0,8 Prozent.

Detailbetrachtung Beschäftigung

Beschäftigung nach Branchen

Gastgewerbe mit stärkstem Rückgang

Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich weist das Gastgewerbe mit einem Rückgang von 3,2 Prozent die deutlichste Abnahme auf. Auch das Verarbeitende Gewerbe verzeichnet ein Minus von 2,2 Prozent. Die Beschäftigung im Baugewerbe und im Handel gehen ebenfalls zurück, wenn auch in geringerem Umfang.

Beschäftigung nach Bundesländern

Beschäftigungsrückgang in allen Bundesländern

Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich geht die Beschäftigung in allen Bundesländern zurück. Der stärkste Rückgang zeigt sich in Sachsen-Anhalt mit 4,9 Prozent, während Bremen mit 0,3 Prozent die geringste Abnahme aufweist.

Beschäftigung nach Unternehmensgrößen

Mittlere Unternehmen mit positiver Entwicklung

Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich geht die Beschäftigung bei Kleinstunternehmen um 2,8 Prozent und bei Kleinen Unternehmen um 2,2 Prozent zurück. Mittlere Unternehmen verzeichnen hingegen einen Anstieg von 2,4 Prozent.

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