DATEV Mittelstandsindex - 09/26

09/26

Revision der KMU-Indikatoren aufgrund erweiterter und aktualisierter Datenbasis
Weitere Informationen finden Sie unter: Revision der KMU-Indikatoren

Umsatzplus im August – Gastgewerbe deutlich über Vorjahr

Der Umsatz im Mittelstand entwickelt sich im August wieder oberhalb des Vorjahresniveaus. Saison- und kalenderbereinigt steigt der DATEV Mittelstandsindex gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent auf 97,9 Punkte. Gegenüber dem Vormonat legt der Index um 0,7 Prozent zu. Das Gastgewerbe verzeichnet mit 10,2 Prozent den stärksten Umsatzanstieg der betrachteten Branchen. Auch kleine Unternehmen verzeichnen mit 2,2 Prozent ein Umsatzplus, während der Handel mit minus 1,3 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurückbleibt.

Beim Lohnindex setzt sich der Anstieg fort. Saison- und kalenderbereinigt liegt er im August bei 126,7 Punkten und damit um 5,6 Prozent über dem Vorjahresmonat. Die Lohnkosten steigen somit weiterhin deutlich, auch wenn sich der Index gegenüber Juli kaum verändert.

Die Beschäftigung bleibt dagegen stabil auf niedrigem Niveau. Der saison- und kalenderbereinigte Index beträgt 101,1 Punkte und liegt damit 0,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Sonstigen Dienstleistungen sind die einzige betrachtete Branche mit einem Beschäftigungszuwachs - von 0,9 Prozent. Die Kategorie bündelt mehrere Wirtschaftszweige und ist daher nicht mit einem einzelnen Dienstleistungsbereich gleichzusetzen. Im Verarbeitenden Gewerbe geht die Beschäftigung hingegen um 1,3 Prozent zurück.

Der August bringt beim Umsatz eine Verbesserung. Das starke Gastgewerbe und die kleinen Unternehmen setzen wichtige Akzente und führen den Mittelstand wieder über das Vorjahresniveau. Die Beschäftigung zieht jedoch nicht mit und die weiterhin hohen Lohnkosten halten den Druck auf die Unternehmen hoch.

Prof. Dr. Robert Mayr - CEO DATEV
Prof. Dr. Robert Mayr
CEO DATEV eG

Mittelstandsindex Umsatz

Umsatz wieder über Vorjahresniveau

Der unbereinigte Umsatzindex* erreicht im August 92,3 Punkte. Saison- und kalenderbereinigt liegt der Index bei 97,9 Punkten und steigt gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat nimmt der Umsatz unbereinigt um 1,4 Prozent zu. Saison- und kalenderbereinigt beträgt der Zuwachs 1,6 Prozent.

Detailbetrachtung Umsatz

Umsatz nach Branchen

Gastgewerbe mit stärkstem Umsatzanstieg

Das Gastgewerbe setzt sich im August deutlich von den übrigen Branchen ab. Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich steigt der Umsatz um 10,2 Prozent. Das Verarbeitende Gewerbe kommt auf ein Plus von 1,5 Prozent, die Sonstigen Dienstleistungen auf 0,4 Prozent.

Im Baugewerbe bleibt der Umsatz mit minus 0,2 Prozent nahezu stabil. Der Handel bildet mit einem Rückgang von 1,3 Prozent den Gegenpol.

Umsatz nach Bundesländern

Thüringen mit dem höchsten regionalen Zuwachs im Juli

Die regionalen Umsatzwerte beziehen sich auf den Monat Juli. Thüringen und Sachsen-Anhalt weisen im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich mit 3,9 Prozent den stärksten Zuwachs auf.

Deutlich schwächer fällt die Entwicklung in Rheinland-Pfalz aus. Dort liegt der Umsatz 4,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Schleswig-Holstein verzeichnet einen Rückgang von 3,5 Prozent.

Umsatz nach Unternehmensgrößen

Umsatzplus über alle Größenklassen

Die kleinen Unternehmen erzielen mit 2,2 Prozent den höchsten Zuwachs unter den betrachteten Größenklassen. Bei mittleren Unternehmen liegt das Plus bei 1,6 Prozent, Kleinstunternehmen kommen auf 0,7 Prozent. Damit liegen alle drei Größenklassen über ihrem Vorjahresniveau.

Mittelstandsindex Lohn

Löhne steigen weiter deutlich

Der unbereinigte Lohnindex liegt im August bei 124,1 Punkten. Saison- und kalenderbereinigt erreicht er 126,7 Punkte. Gegenüber dem Vormonat verändert sich der Index nur geringfügig.

Im Vorjahresvergleich steigen die Löhne sowohl unbereinigt als auch saison- und kalenderbereinigt um 5,6 Prozent. Der Lohnanstieg bleibt damit ein wesentlicher Kostenfaktor.

Detailbetrachtung Lohn

Lohn nach Branchen

Höchster Lohnzuwachs im Gastgewerbe

In allen betrachteten Branchen liegen die Löhne über dem Vorjahresniveau. Das Gastgewerbe verzeichnet mit 6,3 Prozent den höchsten saison- und kalenderbereinigten Anstieg. Es folgen die Sonstigen Dienstleistungen mit 5,9 Prozent und das Baugewerbe mit 5,8 Prozent.

Im Handel beträgt der Zuwachs 5,1 Prozent, im Verarbeitenden Gewerbe 5,0 Prozent. Der Anstieg der Lohnkosten ist damit branchenübergreifend sichtbar.

Lohn nach Bundesländern

Sachsen weist den höchsten Lohnzuwachs auf

Die stärksten regionalen Lohnzuwächse zeigen sich in Sachsen mit 6,3 Prozent. Thüringen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern folgen mit jeweils 6,2 Prozent.

Baden-Württemberg weist mit 5,3 Prozent den niedrigsten Anstieg auf. Im Saarland liegen die Löhne 5,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch dort bleibt der Zuwachs deutlich.

Lohn nach Unternehmensgrößen

Mittlere Unternehmen mit dem stärksten Anstieg

Bei mittleren Unternehmen steigen die Löhne um 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Kleinstunternehmen verzeichnen ein Plus von 5,5 Prozent, kleine Unternehmen von 5,3 Prozent.

Mittelstandsindex Beschäftigung

Beschäftigung bleibt nahe am Vorjahresniveau

Der unbereinigte Beschäftigungsindex liegt im August bei 101,6 Punkten. Saison- und kalenderbereinigt erreicht er 101,1 Punkte und geht gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent zurück.

Auch im Vorjahresvergleich fällt die Veränderung mit minus 0,1 Prozent gering aus. Die Beschäftigung bewegt sich damit weiterhin weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres.

Detailbetrachtung Beschäftigung

Beschäftigung nach Branchen

Sonstige Dienstleistungen bleiben über Vorjahresniveau

Die Sonstigen Dienstleistungen sind die einzige der betrachteten Branchen, in der die Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr zunimmt. Der saison- und kalenderbereinigte Zuwachs beträgt 0,9 Prozent.

In den übrigen Branchen ist die Beschäftigung rückläufig. Am stärksten fällt der Rückgang im Verarbeitenden Gewerbe mit 1,3 Prozent aus. Das Gastgewerbe liegt bei minus 1,1 Prozent, das Baugewerbe bei minus 1,0 Prozent und der Handel bei minus 0,6 Prozent.

Beschäftigung nach Bundesländern

Sachsen-Anhalt mit dem stärksten Beschäftigungsrückgang

Schleswig-Holstein erreicht im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich mit 0,7 Prozent den höchsten Beschäftigungszuwachs. Hessen folgt mit 0,3 Prozent, Bayern mit 0,2 Prozent.

Am unteren Ende steht Sachsen-Anhalt mit einem Rückgang von 1,5 Prozent. In Brandenburg sinkt die Beschäftigung um 1,1 Prozent.

Beschäftigung nach Unternehmensgrößen

Kleinstunternehmen weiterhin im Plus

Bei Kleinstunternehmen liegt die Beschäftigung saison- und kalenderbereinigt um 0,7 Prozent über dem Vorjahresmonat. Kleine Unternehmen verzeichnen einen leichten Rückgang von 0,2 Prozent.

Mittlere Unternehmen weisen mit minus 0,4 Prozent die schwächste Entwicklung der betrachteten Größenklassen auf.

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