Der DATEV Mittelstandsindex Umsatz liegt im März saison- und kalenderbereinigt bei 97,0 Punkten und steigt gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent. Auf Jahressicht bleibt die Entwicklung mit 0,2 Prozent jedoch verhalten; unbereinigt ergibt sich ein Plus von 2,3 Prozent. Der Umsatz zeigt damit leichte Impulse, ohne an Breite zu gewinnen. Zwar verzeichnen fast alle Branchen Zuwächse, das Niveau von 2022 wird jedoch weiterhin nicht erreicht – ein Teil der Entwicklung erklärt sich durch die niedrige Vergleichsbasis aus den schwachen Vorperioden. Getrieben wird die Umsatzentwicklung vor allem von kleineren Unternehmen, die mit plus 3,5 Prozent die stärkste Dynamik aufweisen.
Beim Lohnindex setzt sich der Aufwärtstrend fort, bleibt jedoch klar auf der Kostenseite verankert. Er steigt saison- und kalenderbereinigt auf 124,4 Punkte, legt zum Vormonat um 0,5 Prozent zu und erreicht im Vorjahresvergleich ein Plus von 6,5 Prozent. Die Löhne steigen damit branchenübergreifend deutlich, besonders im Baugewerbe mit 7,9 Prozent sowie bei Kleinstunternehmen mit 6,8 Prozent – eine Entwicklung, die eher auf anhaltenden Kostendruck als auf konjunkturelle Stärke hindeutet.
Die Beschäftigung zeigt sich im März nahezu unverändert. Der saison- und kalenderbereinigte Index liegt bei 100,9 Punkten, der Vorjahresvergleich weist ein Minus von 0,2 Prozent aus. Während das Verarbeitende Gewerbe mit minus 1,4 Prozent den stärksten Rückgang verzeichnet und auch Gastgewerbe sowie Baugewerbe rückläufig sind, bleibt der Handel stabil. Die Sonstigen Dienstleistungen liegen mit plus 0,8 Prozent als einzige Branche über Vorjahresniveau. Bei mittleren Unternehmen beschleunigt sich der Beschäftigungsabbau auf minus 0,8 Prozent.
Die Umsatzentwicklung bleibt auch im März verhalten. Während die Löhne weiter deutlich steigen, kommt die Beschäftigung kaum voran. Damit zeigt sich ein insgesamt unausgewogenes Bild aus steigenden Kosten und nur moderaten Umsatzimpulsen – der Spielraum für den Mittelstand bleibt entsprechend begrenzt. Das ist keine Erholung, sondern Stillstand unter Druck.
Mittelstandsindex Umsatz
Verhaltenes Umsatzplus
Der unbereinigte Umsatzindex* kommt im März auf 99,6 Punkte. Saison- und kalenderbereinigt ergibt sich gegenüber dem Vormonat ein Zuwachs von 1,0 Prozent.
Gegenüber dem Vorjahresmonat zeigt sich ein leichtes Plus. Unbereinigt steigt der Umsatz um 2,3 Prozent, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent.
Verhaltenes Umsatzplus
Der unbereinigte Umsatzindex* kommt im März auf 99,6 Punkte. Saison- und kalenderbereinigt ergibt sich gegenüber dem Vormonat ein Zuwachs von 1,0 Prozent.
Gegenüber dem Vorjahresmonat zeigt sich ein leichtes Plus. Unbereinigt steigt der Umsatz um 2,3 Prozent, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent.
Nach schwachen Vormonaten starker Zuwachs im Verarbeitenden Gewerbe
Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich legt das Verarbeitende Gewerbe um 3,6 Prozent zu und verzeichnet damit den höchsten Anstieg unter den dargestellten Branchen. Auch das Baugewerbe und der Handel entwickeln sich mit Zuwächsen von 2,6 beziehungsweise 1,9 Prozent positiv.
Die Umsätze sind maßgeblich durch die Entwicklung der Kleinstunternehmen geprägt. Gleichwohl bleibt das Niveau von 2022 weiterhin unerreicht – ein Teil der aktuellen Zuwächse ist damit auch auf Basiseffekte nach den schwachen Vorperioden zurückzuführen.
Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit stärkstem Rückgang im Februar
Die dargestellten Werte beziehen sich auf den Monat Februar. Die Umsätze sind dabei maßgeblich durch die Entwicklung der Kleinstunternehmen geprägt.
Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich geht der Umsatz in allen Bundesländern zurück. Die deutlichsten Rückgänge zeigen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 7,4 Prozent. Am geringsten fällt die Abnahme in Sachsen mit 3,1 Prozent aus.
Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich legen kleine Unternehmen um 3,5 Prozent zu und verzeichnen damit den höchsten Anstieg. Dagegen sind Kleinstunternehmen mit einem Umsatzminus von 3,8 Prozent am deutlichsten betroffen.
Mittelstandsindex Lohn
Medianlöhne legen weiterhin kräftig zu
Der unbereinigte Lohnindex erreicht im März 121,5 Punkte. Saison- und kalenderbereinigt ergibt sich gegenüber dem Vormonat ein Anstieg von 0,5 Prozent.
Im Vorjahresvergleich setzt sich der deutliche Aufwärtstrend fort. Unbereinigt ergibt sich ein Zuwachs von 6,4 Prozent, saison- und kalenderbereinigt von 6,5 Prozent.
Medianlöhne legen weiterhin kräftig zu
Der unbereinigte Lohnindex erreicht im März 121,5 Punkte. Saison- und kalenderbereinigt ergibt sich gegenüber dem Vormonat ein Anstieg von 0,5 Prozent.
Im Vorjahresvergleich setzt sich der deutliche Aufwärtstrend fort. Unbereinigt ergibt sich ein Zuwachs von 6,4 Prozent, saison- und kalenderbereinigt von 6,5 Prozent.
Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich steigen die Löhne im Baugewerbe um 7,9 Prozent und verzeichnen damit den höchsten Zuwachs. Auch das Gastgewerbe legt mit 6,8 Prozent deutlich zu. Der Handel bildet mit einem Plus von 5,7 Prozent das Schlusslicht der Entwicklung.
Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich erhöhen sich die Löhne in allen Bundesländern. Den stärksten Zuwachs verzeichnet Thüringen mit 7,6 Prozent. Am geringsten fällt die Entwicklung in Hamburg mit 5,0 Prozent aus, während sich die übrigen Länder dazwischen einordnen.
Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich steigen die Löhne in allen Unternehmensgrößenklassen. Mit einem Zuwachs von 6,8 Prozent entwickeln sich die Kleinstunternehmen am dynamischsten.
Mittelstandsindex Beschäftigung
Beschäftigung leicht rückläufig
Der unbereinigte Beschäftigungsindex beträgt im März 100,3 Punkte. Saison- und kalenderbereinigt liegt er bei 100,9 Punkten und zeigt gegenüber dem Vormonat nahezu keine Veränderung.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich ein leichter Rückgang von 0,2 Prozent.
Beschäftigung leicht rückläufig
Der unbereinigte Beschäftigungsindex beträgt im März 100,3 Punkte. Saison- und kalenderbereinigt liegt er bei 100,9 Punkten und zeigt gegenüber dem Vormonat nahezu keine Veränderung.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich ein leichter Rückgang von 0,2 Prozent.
Verarbeitendes Gewerbe mit stärkstem Beschäftigungsabbau
Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich sinkt die Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe um 1,4 Prozent und weist damit den stärksten Rückgang auf. Auch das Gastgewerbe und das Baugewerbe verzeichnen Beschäftigungsverluste. Der Handel entwickelt sich vergleichsweise stabil, während die Sonstigen Dienstleistungen mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent als einzige Branche über dem Vorjahresniveau liegen.
Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich sinkt die Beschäftigung in Sachsen-Anhalt um 1,5 Prozent und weist damit den stärksten Rückgang auf. Demgegenüber verzeichnen Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein leichte Zuwächse, während sich die anderen Bundesländer weitgehend auf Vorjahresniveau bewegen.
Bei mittleren Unternehmen beschleunigt sich der Beschäftigungsabbau
Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich legt die Beschäftigung bei Kleinstunternehmen um 0,8 Prozent zu. Demgegenüber verzeichnen mittlere Unternehmen mit einem Rückgang von 0,8 Prozent den stärksten Einbruch, während kleine Unternehmen mit einem Minus von 0,2 Prozent nur leicht rückläufig sind.