Der DATEV Mittelstandsindex Umsatz erreicht im Juni saison- und kalenderbereinigt 96,9 Punkte. Gegenüber dem Vormonat ergibt sich ein Plus von 0,7 Prozent. Im Vorjahresvergleich steigt der Umsatz saison- und kalenderbereinigt um 2,7 Prozent; unbereinigt liegt das Plus bei 6,3 Prozent. Der Umsatz zeigt damit nach dem Rückgang im Mai wieder einen positiven Impuls. Maßgeblich getragen wird diese Entwicklung von den mittleren Unternehmen, deren Umsätze 7,1 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen. Dabei ist jedoch der sehr schwache Vorjahresmonat (Basiseffekt) zu berücksichtigen. Die Kleinstunternehmen bleiben dagegen mit einem Umsatzrückgang von 2,9 Prozent weiterhin unter Druck. In der Detailbetrachtung liegt von den dargestellten Branchen lediglich das Baugewerbe über dem Vorjahresniveau. Der Gesamtindex berücksichtigt darüber hinaus weitere Wirtschaftsbereiche, die in der Branchenübersicht nicht separat ausgewiesen werden.
Beim Lohnindex beschleunigt sich der Anstieg. Saison- und kalenderbereinigt liegt der Index im Juni bei 126,5 Punkten und steigt gegenüber dem Vormonat um 1,7 Prozent. Im Vorjahresvergleich ergibt sich sowohl unbereinigt als auch saison- und kalenderbereinigt ein Plus von 6,3 Prozent. Die Lohnkosten steigen damit deutlich, besonders im Baugewerbe mit 7,8 Prozent sowie bei mittleren Unternehmen mit 6,8 Prozent.
Die Beschäftigung bleibt dagegen verhalten. Der saison- und kalenderbereinigte Beschäftigungsindex liegt im Juni bei 101,0 Punkten und geht gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent zurück. Im Vorjahresvergleich ergibt sich ebenfalls ein Minus von 0,1 Prozent. Nach Unternehmensgrößen bauen Kleinstunternehmen Beschäftigung auf, während mittlere Unternehmen rückläufig sind.
Auch wenn der Umsatzanstieg im Juni erfreulich ist, sollte er vor dem Hintergrund eines schwachen Vorjahresmonats nicht überbewertet werden. Insbesondere die Kleinstunternehmen bleiben rückläufig und die Lohnkosten steigen weiter deutlich. Der Mittelstand stabilisiert sich punktuell, ist aber von einer breiten Erholung noch weit entfernt.
Mittelstandsindex Umsatz
Umsatz wieder im Plus
Der unbereinigte Umsatzindex* beträgt im Juni 101,4 Punkte. Saison- und kalenderbereinigt liegt der Index bei 96,9 Punkten und steigt gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent.
Im Vorjahresvergleich zeigt sich eine positive Entwicklung. Unbereinigt liegt der Umsatz um 6,3 Prozent höher, saison- und kalenderbereinigt ergibt sich ein Plus von 2,7 Prozent.
Umsatz wieder im Plus
Der unbereinigte Umsatzindex* beträgt im Juni 101,4 Punkte. Saison- und kalenderbereinigt liegt der Index bei 96,9 Punkten und steigt gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent.
Im Vorjahresvergleich zeigt sich eine positive Entwicklung. Unbereinigt liegt der Umsatz um 6,3 Prozent höher, saison- und kalenderbereinigt ergibt sich ein Plus von 2,7 Prozent.
Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich liegt im Juni nur das Baugewerbe über dem Vorjahresniveau. Mit plus 1,2 Prozent weist es als einzige der betrachteten Branchen einen Zuwachs aus.
Alle übrigen Branchen entwickeln sich rückläufig. Am stärksten gehen die Umsätze bei den Sonstigen Dienstleistungen mit minus 4,8 Prozent zurück. Auch der Handel liegt mit minus 2,7 Prozent klar unter dem Vorjahreswert. Im Gastgewerbe sinken die Umsätze um 2,2 Prozent, im Verarbeitenden Gewerbe um 2,0 Prozent. Damit bleibt die Umsatzentwicklung nach Branchen weiterhin überwiegend schwach.
Hinweis: Der Gesamtindex Umsatz umfasst deutlich mehr Branchen als in der Detailbetrachtung dargestellt.
Die dargestellten Werte beziehen sich auf den Monat Mai. Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich zeigt sich in den Bundesländern ein gemischtes Bild. Den höchsten Zuwachs verzeichnet Bremen mit 1,8 Prozent. Auch Berlin liegt mit plus 0,7 Prozent über dem Vorjahreswert, Hessen mit plus 0,1 Prozent knapp darüber.
In mehreren Ländern bleiben die Umsätze dagegen rückläufig. Den deutlichsten Rückgang weist Rheinland-Pfalz mit minus 2,6 Prozent auf. Sachsen-Anhalt folgt mit minus 2,5 Prozent, Hamburg und das Saarland liegen jeweils bei minus 2,3 Prozent.
Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich steigen die Umsätze bei mittleren Unternehmen um 7,1 Prozent und damit am stärksten. Kleine Unternehmen liegen mit plus 1,2 Prozent ebenfalls über dem Vorjahresniveau.
Kleinstunternehmen entwickeln sich dagegen weiter rückläufig. Hier sinkt der Umsatz um 2,9 Prozent.
Mittelstandsindex Lohn
Lohnanstieg beschleunigt sich
Der unbereinigte Lohnindex liegt im Juni bei 127,9 Punkten. Saison- und kalenderbereinigt erreicht der Index 126,5 Punkte und steigt gegenüber dem Vormonat um 1,7 Prozent.
Im Vorjahresvergleich nehmen die Löhne sowohl unbereinigt als auch saison- und kalenderbereinigt um 6,3 Prozent zu. Der Lohnanstieg fällt damit deutlich stärker aus als im Vormonat und bleibt ein zentraler Kostenfaktor für die Unternehmen.
Lohnanstieg beschleunigt sich
Der unbereinigte Lohnindex liegt im Juni bei 127,9 Punkten. Saison- und kalenderbereinigt erreicht der Index 126,5 Punkte und steigt gegenüber dem Vormonat um 1,7 Prozent.
Im Vorjahresvergleich nehmen die Löhne sowohl unbereinigt als auch saison- und kalenderbereinigt um 6,3 Prozent zu. Der Lohnanstieg fällt damit deutlich stärker aus als im Vormonat und bleibt ein zentraler Kostenfaktor für die Unternehmen.
Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich steigen die Löhne im Baugewerbe mit 7,8 Prozent am stärksten. Auch die Sonstigen Dienstleistungen weisen mit 6,4 Prozent einen deutlichen Zuwachs auf. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt der Anstieg bei 6,3 Prozent.
Der Handel verzeichnet ein Plus von 5,9 Prozent, das Gastgewerbe mit 5,8 Prozent den geringsten ausgewiesenen Zuwachs. Die Lohnkosten steigen damit in allen betrachteten Branchen spürbar.
Bei den Löhnen liegt Brandenburg im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich mit 7,5 Prozent an der Spitze. Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt folgen jeweils mit 7,2 Prozent.
Am unteren Ende der ausgewiesenen Werte stehen Niedersachsen sowie das Saarland mit 5,9 Prozent und 6,0 Prozent. Auch dort steigen die Löhne jedoch deutlich. Die regionale Spannweite bleibt damit begrenzt, das Niveau der Lohnzuwächse insgesamt hoch.
Nach Unternehmensgrößen fällt der Lohnanstieg bei mittleren Unternehmen mit 6,8 Prozent am stärksten aus. Kleine Unternehmen verzeichnen ein Plus von 6,2 Prozent. Bei Kleinstunternehmen steigen die Löhne um 6,3 Prozent.
Damit nimmt der Lohndruck in allen Größenklassen zu, besonders aber bei den mittleren Unternehmen.
Mittelstandsindex Beschäftigung
Beschäftigung leicht rückläufig
Der unbereinigte Beschäftigungsindex liegt im Juni bei 101,4 Punkten. Saison- und kalenderbereinigt beträgt der Index 101,0 Punkte und geht gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozent zurück.
Im Vorjahresvergleich liegt die Beschäftigung unbereinigt 0,2 Prozent und saison- und kalenderbereinigt 0,1 Prozent niedriger. Die Beschäftigung bewegt sich damit weiterhin nahe am Vorjahresniveau, ohne einen positiven Impuls zu zeigen.
Beschäftigung leicht rückläufig
Der unbereinigte Beschäftigungsindex liegt im Juni bei 101,4 Punkten. Saison- und kalenderbereinigt beträgt der Index 101,0 Punkte und geht gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozent zurück.
Im Vorjahresvergleich liegt die Beschäftigung unbereinigt 0,2 Prozent und saison- und kalenderbereinigt 0,1 Prozent niedriger. Die Beschäftigung bewegt sich damit weiterhin nahe am Vorjahresniveau, ohne einen positiven Impuls zu zeigen.
Sonstige Dienstleistungen bleiben über Vorjahresniveau
Im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich liegen die Sonstigen Dienstleistungen mit plus 0,8 Prozent als einzige betrachtete Branche über dem Vorjahresniveau. Der Handel geht leicht um 0,4 Prozent zurück.
Stärker rückläufig ist die Beschäftigung im Baugewerbe mit minus 1,1 Prozent und im Verarbeitenden Gewerbe mit minus 1,4 Prozent. Den deutlichsten Rückgang weist das Gastgewerbe mit minus 1,7 Prozent auf.
In Schleswig-Holstein steigt die Beschäftigung im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich um 0,6 Prozent und damit am stärksten. Das Saarland, Bayern und Hessen verzeichnen jeweils ein leichtes Plus von 0,1 Prozent.
Den Gegenpol bilden Brandenburg mit minus 1,2 Prozent und Sachsen-Anhalt sowie Bremen mit minus 1,1 Prozent. Insgesamt bleibt die Beschäftigungsentwicklung regional uneinheitlich, überwiegend aber nahe am Vorjahresniveau.
Bei Kleinstunternehmen liegt die Beschäftigung im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich um 0,7 Prozent höher. Kleine Unternehmen bewegen sich mit minus 0,1 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau.
Mittlere Unternehmen verzeichnen dagegen einen Rückgang um 0,6 Prozent. Damit unterscheidet sich die Beschäftigungsentwicklung deutlich von der Umsatzentwicklung, bei der mittlere Unternehmen den stärksten Zuwachs zeigen.